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Aus dem MDK Baden-Württemberg entsteht der Medizinische Dienst Baden-Württemberg

Aufgrund des MDK-Reformgesetzes ist zum 1. Juli 2021 aus dem MDK Baden-Württemberg der Medizinische Dienst Baden-Württemberg entstanden. Mit der nun umgesetzten Reform ist der Medizinische Dienst zukunftsorientiert aufgestellt: Bedeutung und Verankerung als wichtiger gesundheitspolitischer Akteur und die gutachterliche Unabhängigkeit wurden weiter gestärkt.

Logo des Medizinischen Dienstes Baden-Württemberg

Seit über 30 Jahren engagieren sich die Medizinischen Dienste dafür, Qualität und Transparenz der medizinischen und pflegerischen Gesundheitsversorgung zu sichern und zu verbessern – und leisten somit einen unverzichtbaren Beitrag für ein solidarisches und gerechtes Gesundheitssystem. Diese wichtige Rolle wurde durch das am 1. Januar 2020 in Kraft getretene MDK‐Reformgesetz unterstrichen. Organisationsrechtliche Änderungen der Medizinischen Dienste tragen dem Rechnung.

So wurden zwischenzeitlich alle MDK auf Landesebene unter der Bezeichnung „Medizinischer Dienst“ einheitlich in Körperschaften des öffentlichen Rechts überführt. Zum 1. Juli 2021 entstand aus dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) Baden-Württemberg der Medizinische Dienst Baden-Württemberg, der nicht mehr als Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen, sondern nunmehr als eigenständige Körperschaft des öffentlichen Rechts geführt wird.

„Bei unseren Aufgaben in der Beratung und Begutachtung für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung handeln wir auch weiterhin fachlich unabhängig“, betont Erik Scherb, Vorstandsvorsitzender des neu konstituierten Medizinischen Dienstes Baden-Württemberg.

Die Besetzung der Verwaltungsräte als maßgebliche Entscheidungsgremien der Medizinischen Dienste wurde auf Bundes- und Landesebene ebenfalls neu geregelt. Auch der Verwaltungsrat des Medizinischen Dienstes Baden-Württemberg hat sich bereits neu aufgestellt – und umfasst 23 ehrenamtlich tätige Mitglieder aus drei Vertretergruppen.

16 Vertreterinnen und Vertreter wurden durch die Verwaltungsräte und Vertreterversammlungen der Krankenkassen und deren Verbände gewählt.

Sieben weitere Mitglieder wurden vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg benannt: fünf Mitglieder auf Vorschlag von Patienten-, Betroffenen- und Verbraucherschutzorganisationen; zwei Mitglieder auf Vorschlag der maßgeblichen Verbände der Pflegeberufe auf Landesebene und der Landesärztekammer.

Zu alternierenden Vorsitzenden des Gremiums wurden Irene Gölz und Hubert Seiter gewählt. „Gemeinsam mit dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden wir den Medizinischen Dienst Baden-Württemberg für künftige Herausforderungen gut aufstellen und stetig weiterentwickeln.“, so Irene Gölz. Hubert Seiter ergänzt: „Öffentlich-rechtliche Gesundheitsdienste wie der Medizinische Dienst sind unverzichtbar. Ein wichtiger Beitrag für Transparenz und Patientenorientierung ist die Bestellung einer unabhängigen Ombudsperson“.

Hintergrundinformation

Der Medizinische Dienst Baden-Württemberg ist der organisatorisch selbstständige und fachlich unabhängige sozialmedizinische Beratungs- und Begutachtungsdienst für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung.

Seit der Gründung 1990 ist die Hauptverwaltung in Lahr/Schwarzwald angesiedelt. 11 Beratungs- und Begutachtungszentren sowie 6 Beratungsstellen garantieren eine flächendeckende Versorgung für Baden-Württemberg. Seine Beratungs- und Begutachtungsaufgaben leistet der Medizinische Dienst Baden-Württemberg im Auftrag der gesetzlichen Krankenkassen und Pflegekassen sowie auf Basis einschlägiger Rechtsvorschriften und Richtlinien sowie der aktuellen Rechtsprechung.

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Ihr Ansprechpartner

Foto von Markus Hartmann

Markus Hartmann
Referent für Unternehmenskommunikation

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