Der Medizinische Dienst Baden-Württemberg prüft unabhängig und nach bundesweit einheitlichen Kriterien, ob und in welchem Umfang eine Pflegebedürftigkeit vorliegt – und schafft damit die fachliche Grundlage für die Entscheidung der Pflegekasse.
Unseren Gutachterinnen und Gutachter begegnen dabei Menschen mit ganz unterschiedlichen Schicksalen. Mit ihren Empfehlungen im Rahmen der Begutachtung geben sie hilfreiche Impulse, wie Selbstständigkeit erhalten oder auch verbessert werden kann.
Unsere neue Grafik zur Pflegebegutachtung gibt einen Überblick: über das Auftragsvolumen in den letzten 10 Jahren, die eingesetzten Verfahren und die Verteilung der empfohlenen Pflegegrade für das Jahr 2025. Für den Erhalt der Selbständigkeit sprechen wir Empfehlungen für geeignete Unterstützungen aus. Auch dazu finden Sie in dieser Grafik weitere Details.
Vor dem Hintergrund der wachsenden Pflegebedürftigkeit steht das System der sozialen Pflegeversicherung aktuell vor großen Herausforderungen. Der kontinuierliche Anstieg der Aufträge in den letzten zehn Jahren ist ein Indiz dafür. Welche Lösungen es geben kann, wird momentan in Politik und Gesellschaft diskutiert. Der Medizinische Dienst Baden-Württemberg bringt sich aktiv in diesen Prozess ein und spricht sich für eine grundsätzlichen Modernisierung der Pflegebegutachtung aus.
Birgit Gelse, Leiterin Verbund Einzelfallbegutachtung Pflege, zeigt Möglichkeiten auf: „Die Versorgungsrealität in der Pflege ist heute häufig die, dass die pflegebedürftigen Menschen von An- oder Zugehörigen im eigenen Zuhause versorgt werden. Unsere Gutachterinnen und Gutachter sind in der Regel der erste professionelle pflegefachliche Kontakt im Haushalt der pflegebedürftigen Person. Wir haben ein hohes Fachwissen, sind neutral und unabhängig. Daher könnten wir bei der Pflegebegutachtung einen stärkeren Fokus auf die Beratung setzen und hierbei u. a. auch präventive Aspekte noch mehr in den Blick nehmen – wenn der Gesetzgeber dafür die entsprechenden Voraussetzungen schafft.“
Die Grafik zum Download finden Sie in unserem Pressebereich.