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Pressemitteilung |

Versichertenbefragung 2025: Hohe Zufriedenheit mit der Pflegebegutachtung bestätigt

Der Medizinische Dienst Baden-Württemberg hat die Ergebnisse seiner jährlichen Versichertenbefragung zur Pflegebegutachtung vorgelegt. Das Fazit: Die Versicherten bewerten die Arbeit der Gutachterinnen und Gutachter erneut sehr positiv, insbesondere dort, wo der persönliche Kontakt im Mittelpunkt steht.

Für die Befragung 2025 wurden insgesamt 7.260 Fragebögen an Versicherte verschickt, die zuvor vom Medizinischen Dienst Baden-Württemberg persönlich (d. h. im Hausbesuch oder per strukturiertem Telefoninterview) begutachtet worden waren. 2.712 Personen oder deren An- und Zugehörige haben den Fragebogen ausgefüllt zurückgesendet. Die anonyme Auswertung übernimmt eine externe wissenschaftliche Stelle.

Persönlicher Kontakt überzeugt

Am besten schneiden die Bereiche ab, in denen es um den direkten Umgang mit den Versicherten geht. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Ansprechpersonen bewerteten 92,3 Prozent der im Hausbesuch begutachteten Personen und 92,0 Prozent der Personen, bei denen die Begutachtung per Telefoninterview erfolgt ist, als sehr zufriedenstellend. Auch der respektvolle und einfühlsame Umgang sticht hervor: 90,3 Prozent (Hausbesuch) bzw. 88,3 Prozent (Telefoninterview) zeigten sich hier zufrieden.

Hohe Werte erzielen die Gutachterinnen und Gutachter ebenfalls bei Vertrauenswürdigkeit mit 90,4 (Hausbesuch) bzw. 87,0 Prozent (Telefoninterview), bei Kompetenz mit 89,2 bzw. 86,4 Prozent und verständlicher Ausdrucksweise mit 91,0 bzw. 88,6 Prozent.

Gesamtzufriedenheit auf hohem Niveau

Die allgemeine Zufriedenheit mit der Begutachtung im Hausbesuch liegt bei 84,2 Prozent und ist damit gegenüber dem Vorjahr (83,6 Prozent) leicht gestiegen. Bei den Begutachtungen per Telefoninterview beträgt der Wert 76,8 Prozent. 79,4 Prozent der im Hausbesuch begutachteten Personen und 76,2 Prozent der Personen, bei denen die Begutachtung per Telefoninterview erfolgt ist, gaben an, das Ergebnis ihrer Begutachtung nachvollziehen zu können. Mit den vermittelten Informationen zur Vorbereitung auf die Begutachtung zeigten sich 84,7 bzw. 82,5 Prozent zufrieden.

„Die Ergebnisse zeigen, was unsere Gutachterinnen und Gutachter täglich leisten: eine fachlich fundierte und zugleich menschenzugewandte Begutachtung. Das ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich. Mit der kollegialen Praxisbegleitung und gezielten Schulungen gehen wir den nächsten Schritt, um die Begutachtung nah an den Bedürfnissen der Versicherten weiterzuentwickeln", sagt Andreas Klein, Vorstandsvorsitzender des Medizinischen Dienstes Baden-Württemberg.

Was wir bereits verbessert haben

Der Medizinische Dienst Baden-Württemberg nutzt die Ergebnisse der Befragung gezielt, um seine Arbeit weiterzuentwickeln. Im vergangenen Jahr wurden unter anderem folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Die Anschreiben zur Terminankündigung wurden sprachlich überarbeitet, um die Verständlichkeit zu verbessern.
  • Ein neuer Beratungsflyer für Hausbesuche gibt Versicherten und Angehörigen hilfreiche Informationen an die Hand.
  • Das digitale Service-Portal wurde ausgebaut: Versicherte erhalten einen persönlichen Zugangscode, über den sie online Termine einsehen, Unterlagen hochladen oder Termine absagen können.
  • Die telefonische Erreichbarkeit wurde durch die Bündelung personeller Ressourcen und eine neue Telefonanlage mit Rückruf-Funktion spürbar verbessert – was sich in deutlich höheren Zufriedenheitswerten niederschlägt.
  • Überarbeitete Formulierungshilfen erleichtern den Dokumentationsprozess und schaffen mehr Zeit für das Gespräch mit den Versicherten.
  • Das Weiterbildungsangebot zum Eingehen auf individuelle Pflegesituationen wurde weiter ausgebaut.

Weitere Maßnahmen in Planung

Zu den aktuellen Projekten zählen ein Konzept zur kollegialen Praxisbegleitung, bei dem Teamleitungen Pflegefachpersonen bei Hausbesuchen und Telefoninterviews begleiten, sowie gezielte Schulungen für Führungskräfte zu den Herausforderungen im Telefoninterview, um ihr Wissen in die Teams zu tragen.

Auch auf Bundesebene wird an der Weiterentwicklung der Pflegebegutachtung gearbeitet: Mitte des Jahres werden die Ergebnisse eines Modellprojekts des GKV-Spitzenverbands zur Videobegutachtung vorgelegt. Zudem ist im März ein Forschungsprojekt auf Grundlage des § 18e SGB XI gestartet, das die Begutachtung insgesamt weiterentwickeln soll – unter anderem mit dem Ziel, den unterschiedlichen Lebenssituationen der antragstellenden Menschen besser gerecht zu werden und den Beratungsaspekt in der Begutachtung zu stärken.

Hintergrund

Jedes Jahr erhalten per Zufallsstichprobe ausgewählte Versicherte, die durch den Medizinischen Dienst persönlich (im Hausbesuch oder per Telefoninterview) begutachtet wurden, einen bundesweit einheitlichen Fragebogen. Im Jahr 2025 wurden in Baden-Württemberg 5.676 Fragebögen an im Hausbesuch begutachtete Personen verschickt (Rücklauf: 38,2 Prozent) und 1.584 an Personen, bei denen die Begutachtung durch Telefoninterview erfolgt ist (Rücklauf: 34,3 Prozent). Insgesamt führte der Medizinische Dienst Baden-Württemberg im Jahr 2025 mehr als 230.000 persönliche Pflegebegutachtungen durch.

Über uns

Nur der fachlichen und sozialen Expertise verpflichtet, ist der Medizinische Dienst unverzichtbar für die gut funktionierende ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung in Baden-Württemberg. 

Der Medizinische Dienst unterstützt Hilfebedürftige und ihre Angehörigen sowie Institutionen durch Beratung und Begutachtung, jederzeit neutral und unabhängig von Dritten. So trägt der Medizinische Dienst dazu bei, die Lebensqualität von hunderttausenden Menschen zu verbessern.

Gleichzeitig gewährleistet der Medizinische Dienst die richtige Allokation knapper Ressourcen und verhindert Ungerechtigkeiten. Der Medizinische Dienst ist Ansprechpartner und Experte in Gesundheitsfragen – nicht erst dann, wenn schon eine Notlage eingetreten ist. Für die Menschen ist der Medizinische Dienst ein Garant für Sicherheit und Gerechtigkeit in unsicheren Zeiten.

Seit der Gründung 1990 ist die Hauptverwaltung in Lahr/Schwarzwald angesiedelt. Elf Beratungs- und Begutachtungszentren sowie sechs Beratungsstellen garantieren eine flächendeckende Versorgung für Baden-Württemberg. Mit über 1.600 qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter rund 290 Ärztinnen und Ärzten sowie über 720 Pflegefachpersonen, spielt der Medizinische Dienst Baden-Württemberg eine wichtige Rolle im Gesundheitswesen des Landes.

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Rüdiger Straub

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